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11.09.2013 10:37 Alter: 9 yrs

Ausstellung im Heimathof Eckartsberg - Die Vermessung Sachsens


Hauptstück der Ausstellung ist das Modell des Schanzberges. Von diesem aus gehen Linien zu den Tafeln an den Wänden. Diese stellen die Dreiecksbeziehungen dar, die der Schanzberg in direkter Linie eingeht. Bis auf den Triangulationspunkt Lausche sind noch alle Triangulationssteine vorhanden. Sie sind mit kleinen Erläuterungen zum jeweiligen Berg abgebildet. Dazu werden die historischen Meßgeräte auf Bildern gezeigt. Man kann auch durch die aufgestellten Meßgeräte auf den Hof oder Richtung Turòw blicken. Bei schöner Sicht sicher ganz spannend. Auf dem Vorsaal befindet sich eine kleine Leseecke. Da kann man in Ruhe schmökern, oder die Kalender an der Wand mal abnehmen und durchblättern.

Es ist schon beeindruckend, wie vor 150 Jahren mit Hilfe der damaligen Instrumente ohne Auto und Handy diese Vermessung über große Strecken (1. Ordung 40 km, 2. Ordnung ca. 20 km) bewältigt wurde. Und das nicht nur in Sachsen, sondern europaweit vom hohen Norden bis Italien, ja die ganze Welt wurde so vermessen, um zu wissen welche Form hat die Erde - Zitrone oder Apfelsine, sind die Pole abgeplattet?

Beachtlich ist auch, dass von den 158 Triangulationssteinen in Sachsen 101 Steine noch stehen.

Heute, im Zeitalter des GPS haben die Vermessungspunkte an Bedeutung verloren, aber als historische Denkmale hochinteressant.