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Der Mittelherwigsdorfer Ortswächter

Ortswächter

Als Ortswächter wird die steinerne Figur auf dem Giebel des Mittelherwigsdorfer Gemeindeamtes bezeichnet. Für den Entwurf der ursprünglich aus Beton gegossenen Plastik ist Professor Born aus Dresden verantwortlich. Der Ortswächter selbst war Teil eines 1925 ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs zum Aussehen des zu bauenden Gemeindeamtes, den der aus Zittau stammende Architekt Richard Schiffner gewann. Das Gemeindeamt wurde damals bereits zu einem Wahrzeichen des Ortes, der Ortswächter wacht seitdem über sein Dorf.
 

Im Zuge der umfassenden Sanierung des Gebäudes im Jahr 2008 wurde auch der Ortswächter restauriert. Durch die Großschönauer Steinmetzfirma Dünnbier erhielt er sein Gesicht wieder, das er zuvor durch die jahrelangen Witterungseinflüsse nahezu vollständig verloren hatte. Eine Vorlage für das Gesicht existierte nicht, so dass das neue Antlitz - bis auf die noch vorhandene Kinnpartie und den Haaransatz - der Fantasie der Steinmetze zu verdanken ist. Doch auch die mussten etwas mogeln: Nur von nahem betrachtet kann man erkennen, dass das Gesicht der Figur stark verzerrt ist, damit man auch vom Erdboden aus einen normal proportionierten Kopf erkennen kann. Die mit Steinersatzmasse ausgebesserte Figur wurde anschließend von der Malerfirma Just aus Zittau angestrichen, um sie zukünftig besser vor Wind und Wetter zu schützen. Außerdem wurde dem Hüter des Ortes wieder ein eiserner Speer in die rechte Hand gegeben, der dort auch schon früher seinen Platz hatte.

  • Skulptur "Ortswächter"

Unterdessen hat der steinerne Ortswächter vom Dach des Gemeindeamtes ein hölzernes Abbild bekommen.

 

Anlässlich der Mitteherwigsdorfer 700-Jahrfeier zu Pfingsten 2012 wurde von Mario Hennig aus Eibau per Kettensäge eine Holzskulptur angefertigt, die im Park am Gemeindeamt ihren Platz gefunden hat.

 

Vielen Dank an den Traumpalast e.V. für das Bereitstellen des Baumstammes, Sven Heine für die Endbearbeitung sowie an die Firma OBTECH und den Bauhof für das Aufstellen der Figur.